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Nicolai Gogol - Die Nase mit Illustrationen von Werner vom Scheidt

Nicolai Gogol - Die Nase
mit Illustrationen von Werner vom Scheidt
Die Nase unter dem Dreispitz, über dem Staatsratsrock, goldbestickt, mit Degen, konnte in ihrer Zeit 
im wahrsten Sinne des Wortes zu der grotesk-phantastischen russischen Novelle werden. In dieser 
Erzählung schlug sich der gesellschaftskritische, ironisch-sarkastische Spott Gogols über das 
Autoritätsdenken des Beamtentums in der russisch-zaristischen Zeit des 19.Jahrhunderts nieder, 
die Lächerlichmachung (oben schon “Spott) der menschlich-allzumenschlichen Schwächen, sowohl 
in der Demütigung wie in der Hybris, ähnlich wie bei der einige Jahre später geschriebenen Erzählung 
“Der Mantel” (1839-1841/42). Die Nase steht als Metapher für das Gesicht, das Ansehen in der Öffentlichkeit. 
Der Verlust der Nase bedeutet den Verlust des Selbstwertgefühls, der Reputation, die Wiederkunft der Nase 
die Rückkehr des Selbstbewusstseins und der Selbstgefälligkeit.
Vom Scheidt hat für die druckgrafische Illustration der Gogolschen “Nase”, wie bei derjenigen des “Mantels”, 
den Holzschnitt angewandt. Es sind prägnanteste Blätter von hohem Niveau, die seine Schulung bei Alexander 
Kanoldt, einem der Hauptvertreter der “Neuen Sachlichkeit” und des “Magischen Realismus” spüren lassen. 
Reales und Surreales gehen unmittelbar ineinander über. Der Künstler bringt seine besondere Übereinstimmung 
mit Gogols Ironie, Humor und Einfällen ein. So kommt es zu der gelungenen bildkünstlerischen Darstellungsweise, 
zu einer Illustration im besten Sinne des Wortes, zum Aufleuchtenlassen des vorgegebenen Textes, 
der Situationen des Geschehens im Bild. 
80 Seiten
14,90 Euro
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